Virale Werbung?

Sicher haben die Meisten schon mal etwas von viraler Werbung gehört. Die wichtigste Form heutzutage sind lustige Videos, die sich vor allem in sozialen Netzwerken verbreiten. Jeder schickt den Link zum Video an ein, zwei Freunde. Und so weiter und so fort und am Ende kennen das Video Millionen. Mit anderen Worten: Die Werbebotschaft verbreitet sich „ansteckend“ wie ein Virus.

Das Video, das im aktuellen Aubade-Newsletter verlinkt ist, könnte ebenfalls viral wirken, nur leider fehlt die eindeutige Werbebotschaft. Die Dessousmarke schreibt zwar: „Seit zwei Wochen scheint eine junge Frau Lust zu haben, die verführerischen Randnotizen auf ihre Art in die Tat umzusetzen. Zum Vergnügen der Passanten kennt sie diese Randnotizen nur allzu gut…“, doch weder im Video selbst noch in der Beschreibung findet sich ein Hinweis auf Aubade. Das Ganze ist somit eine Art Insiderwitz, der werbliche Effekt gleich Null.
Sehr seltsam auch, dass im Newsletter die exakte Adresse des Ortes angegeben ist, Paris, 34 rue Montourgueil. Wenn die Dame am Fenster eine Unbekannte wäre, würde die sich selbstverständlich für solcherart „Werbung“ bedanken – schließlich ist zu erwarten, dass dann Abend für Abend hunderte Schaulustige unter ihrem Fenster stehen. Und Aubade ist sicher auch nicht so dumm, eine Klage zu riskieren. Was und wer also steckt hinter diesem Video?

Leider kann ich nicht mal schnell nach Paris fahren, um das Rätsel aufzuklären. Vergleicht man aber die Bilder bei Google Street View (*) mit den Bildern im Video und berücksichtige, dass die Google-Aufnahmen schon etwas älter sind, dann scheint die Ortsangabe korrekt zu sein. Wer also in Paris lebt, der schaue unbedingt mal abends in der rue Montorgueil, Hausnummer 34 vorbei und berichte uns dann, was es dort zu sehen gibt! Ich sterbe vor Neugier… 😦

* Google Street View: auf Google Maps gehen, die Adresse eingeben und dann das kleine gelb-orangene Männlein unter der Windrose auf den gewünschten Punkt ziehen und schon kann man sich direkt vor Ort umschauen. Das geht aber bisher nur in einigen großen Städten (zu denen Paris natürlich gehört); in Deutschland konnte die Funktion aufgrund datenrechtlicher Bedenken bisher nicht aktiviert werden.

NACHTRAG: Kurz vor Weihnachten gab’s die Aufklärung…

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~ von dessousblog - 17. Dezember 2009.

Eine Antwort to “Virale Werbung?”

  1. …möglicherweise ist dies nur der Beginn einer viralen Marketing-Atkion. Neugierde animiert den Zuschauer noch mehr dazu, sich damit intensivst zu beschäftigen…;-)

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