Unterwäschealarm im Kino

In gleich drei neuen Filmen im Kino spielt Unterwäsche eine wichtige Rolle. Zum einen handelt es sich dabei um „Burlesque“ mit Cher und Christina Aguilera sowie „Tournée“. Das Regie-Debüt des französischen Schauspielers Mathieu Amalric, das ebenso den erotischen Tanz zum Thema hat, wie der Hollywood-Streifen, kommt bei den Kritikern wesentlich besser weg: „…richtig sexy wird es in ‚Burlesque‘ .. nie. Dazu ist alles viel zu sehr der Norm verpflichtet – wie etwa die perfekten Maße der Tänzerinnen.“ (Alexandra Seibel, Kurier.at) Andernorts wird der Streifen gar als „Film zum Soundtrack“ verspottet und über Christina Aguilewra geurteilt: „Für die Rolle des heißen Vamp fehlt der quirligen Frau allerdings ein saftiger Schuss Sinnlichkeit“ (Anne Meyer-Gatermann, News.de). „Tournée“ hingegen wird als „radikaler und ungleich interessanter“ eingeschätzt, vor allem, weil dort Frauen zu sehen sind, „wie Gott sie schuf“ – eben nicht perfekt entsprechend einem aseptischen Schönheitsideal, sondern „in allen ihren Rundungen und Ausbuchtungen – auch jenseits des Verfallsdatums für Jugendlichkeit“.

Frauen in Unterwäsche sind auch im britischen Film „We want Sex“ zu sehen. Das hat keine erotischen Beweggründe, sondern ganz praktische: Rita und ihre Kolleginnen im britischen Ford-Werk Dagenham leiden unter der unerträglich heißen und stickigen Luft in der Fabrikhalle. Bald haben sie von diesen Zuständen genug und treten in Streik für bessere Arbeitsbedingungen und „equal pay“ – gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Die Geschichte setzte Regisseur Nigel Cole („Kalender Girls“, „Grasgeflüster“) mit reichlich britischen Humor nach einer wahren Begebenheit in Szene.

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~ von dessousblog - 5. Januar 2011.

Eine Antwort to “Unterwäschealarm im Kino”

  1. Der Spiegel bertichtet über „Burlesque“ unter dem Titel: „Zum Heulen, diese Brüste und Keulen“ 🙂

    Weiter heißt es:
    „Ein Musical wie ein Fleischsalat… Cher sieht aus, als ob sie mit Gummimaske spielt, Christina Aguilera erinnert an einen Marshmallow.“

    Aua, das tut weh!

    http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,737797,00.html

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