Textile Innovationen

Am Wochenende eröffnet im sächsischen Limbach-Oberfrohna das Esche-Museum. Der Strumpf-Fabrikant Johann Esche (1682-1752) war ein Pionier der Textilindustrie – er soll zu Beginn des 18. Jahrhunderts einen französischen Handwirkstuhl nachgebaut haben, auf jeden Fall half er, die Wirktechnik in Deutschland zu verbreiten. 1719 errichtete Esche die erste sächsische Seidenstrumpfmanufaktur in Limbach-Oberfrohna. Das kleine Städtchen am Erzgebirgsrand spielte für die deutsche Textilindustrie später noch einmal eine entscheidende Rolle, denn hier erfand der Ingenieur Heinrich Mauersberger das Nähwirkverfahren Malimo (MAuersberger LIMbach-Oberfrohna) und entwickelt die Maschinen dazu, mit denen sich das Flächengewebe herstellen lässt. Malimo-Gewebe wurde vor allem für Gebrauchstextilien eingesetzt, heute findet das Verfahren bei der Herstellung von Spezialtextilien aus Glas- oder Carbonfasern Anwendung.
Zurück aber zum Museum: In dem gibt es nämlich die alten Maschinen zu sehen, mit denen früher zum Beispiel Unterwäsche hergestellt wurde. Und nicht nur das: Interessierte können die Handkulierstühle, Kettenwirk- und Malimo-Maschinen in Aktion erleben.

Grün gegen Silber

Seit einigen Jahren findet sich Nanosilber in zahlreichen Produkten, unter anderem auch in Strümpfen oder Unterwäsche. Dort soll die erwiesene antibakterielle Wirkung des feinverteilten Edelmetalls unter anderem unangenehme Gerüche bekämpfen, indem die Schweiß zersetzenden Bakterien abgetötet werden.
Die Grünen haben soeben einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der den Einsatz von Nanosilber in bestimmten Produkten verbieten will. Die „Dagegen-Partei“, wie sie von ihren politischen Gegnern gern genannt wird, tut dies nicht allein aus Freude am Dagegen-Sein. Bisher ist nämlich noch recht wenig über die Wirkungen des Nanosilbers auf Gesundheit und Umwelt bekannt. Bevor also das Material in großen Mengen freigesetzt wird, sollen Risikountersuchungen diese Fragen klären. Die durch den Antrag heraufbeschworene Gefahr von bakteriellen Resistenzen durch Nanosilber ist jedoch wissenschaftlich kaum zu begründen, denn der Wirkungsmechanismus des Metalls hat nichts mit dem von Antibiotika zu tun, folglich können sich auch keine Resistenzen bilden. Kritischer ist da eher die Migration der Kleinstteile in Haut und Zellen zu beurteilen.

Mutmacher-Wäsche für Japan

Auf jeden Fall positiv zu bewerten ist das Engagement von Triumph für die Opfer des Erdbebens in Japan. Der Unterwäsche-Hersteller hat insgesamt 62.000 Unterwäsche-Sets einer eigens entworfenen „Unterstützt Japan“-Kollektion gespendet. Auf der Wäsche befinden sich Worte der Unterstützung in 36 Sprachen.

Nicht für diese Idee, sondern für „besondere Verdienste in Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft“ erhält der Dieter Braun, Geschäftsführender Gesellschafter der Triumph International Group, die Otto-Mecheels-Medaille, mit der er für sein Lebenswerk und das des Familienunternehmens Spiesshofer & Braun geehrt wird.

Koka-Push-Up

Keinen Ehrenpreis, dafür jedoch Urlaub hinter schwedischen Gardinen darf eine Dame erwarten, die von Amsterdam in die Schweiz einreiste. Die stopfte nämlich ihren Push-Up-BH mit insgesamt 500 Gramm Kokain aus. Offenbar übertrieb es die 52-Jährige dabei – 500 Gramm extra sind schließlich kein Pappenstil – so dass sie den Zöllnern auffiel. Bei der Vernehmung verstrickte sie sich in Widersprüche, so dass sie schlussendlich eine Leibesvisitation über sich ergehen lassen musste, bei der die berauschende Einlage gefunden wurde. Merke: Viel hilft viel ist keine Weisheit, die sich auf alle Lebenslagen anwenden lässt.

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~ von dessousblog - 13. Mai 2011.

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